BLOG VERNISSAGE No.2 mit „Minza will Sommer“

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+++Herzlich willkommen zu meiner zweiten Blog Vernissage! Ich freue mich heute ganz besonders, eine feine Auswahl der tollen Kölner Streetart Fotos von der umwerfenden Minza, die sicherlich viele von ihrem Blog „Minza will Sommer“ kennen, zu präsentieren! #Applaus

Ich finde, es gelingt ihr außerordentlich gut, mit ihren Fotos auszudrücken, dass Streetart wirklich Kunst ist.

Minza macht nicht nur tolle Fotos, sie ist überhaupt sehr vielseitig und irgendwie auch ganz besonders. Seht selbst und lest am Ende der Vernissage auch die Fragen, die sie für uns beantwortet hat.

Danke, liebe M., dass Du dabei bist, ich finde Dich und Deine Fotos, um Deine Worte zu gebrauchen, minzastisch! Allen viel Spaß dabei:

 

Hallo Minza!

Fünf Hashtags, die Dich beschreiben?

#kindvomland #großstadtliebe #design #minzastisch #fahrbisschönist

Wie bist Du zur Fotografie gekommen?

Meine Fotografie ist Knipserei – nich lang fummele, ran an den Knips. Und das mache ich seit Kindertagen, in der Schule und Uni habe ich wohl mal Kurse belegt und habe damals für viel Geld eine Analogkamera gekauft, aber ich habe so viel vergessen. Was geblieben ist, ist das Interesse, Momente und Situationen bildlich festzuhalten.

Warum Kölner Streetart Fotos?

Im tristen Stadtgrau und üppigen Grün meiner Heimat finde ich gekonnte Graffitis schon immer als Wohltat. Seit ich in Köln wohne begegnet mir ständig Streetart in vielfältiger Weise. Mit zunehmender Auseinandersetzung bin ich begeistert von den Motivationen der Künstler und der Aussagekraft der Bilder im Kontext der Umgebung. Eine für jeden zugängliche Kunst, nicht von jedermann gemocht und verstanden, gehört sie zur Stadt, in wechselseitiger Bewertung von Künstler und Stadt. Mein Anliegen ist, im Kleinen mit meinem Blögchen dazu beizutragen, Straßenkunst als Kunst zu verstehen und sie von Schmiererei unterscheiden zu lernen.

Was fotografierst Du noch?
Meine Wohnung und fürchterlich gerne Menschen. Am liebsten unbemerkt auf Stimmungsfang, aber auch gestellte Situationen um Stimmungen oder Denkansätze zu verbildlichen.

Was treibt Dich an?

Mit einem Knips halte ich den Moment fest, den ich real beeindruckend finde. Mit der Bilderansicht und Bildbearbeitung und Blogverwertung steige ich nochmal tiefer in das Erlebte ein, ob gestalterisch oder auf inhaltlicher Recherche. Für mich ein Gewinn und Motivation immer weiter und weiter meinen Leidenschaften zu folgen.

 Was möchtest Du gerne mal fotografieren?

Viel mehr Menschen. Aus der Situation heraus oder gestellt. Hände, Armbeugen und ich habe so viele Bilder im Kopf die ich zu gerne probieren würde.

 Sammelst Du etwas?

Im Moment bin ich eher im Loswerden-Modus.

 Wer ist Dein Lieblingskünstler und warum?

Das auf einen zu beschränken ist mir nicht möglich. Herakut haben mich zuletzt stark beeindruckt. Siehe Künstlerbeschreibung zum Bild.

Bier oder Wein?

Kölsch und Rotwein. Beides zu seiner Zeit.

 Was brauchst Du, um glücklich zu sein?

Gesundheit + Zeit.

 Die letzte Ausstellung, die Du besucht hast?

Facades von Markus Brunetti im MAKK, davor Streetart verschiedener Künstler in der Galerie 30works, davor Maya Hayuk bei der Kunstagentin, Herakut bei Ruttkowski;68, …

 Wo und wie findest du Inspiration?

Ü b e r a l l . Das kann eine beobachtete Situation beim Spaziergang sein, ein Streetstyle den ich beim Cafétieren sehe, Musik die eine Stimmung und Bilder in mir erzeugt, Gespräche mit Freunden, bei der Arbeit Ideen zum Wohnen, online Pinterest uvm. 

+++

Bild 1: The Art of Pau (Pau Quintanajornet, Köln, DE) Heliosstraße (M:Ich bin seit ich sie vor Jahren kennenlernte total begeistert von ihrer Kunst, z.B. neben der Streetart auch die mit Kugelschreiber auf Holz gemalten Bilder. Wunderschön!)

Bild 2: El Bocho (Berlin, DE), Gerhard-Wilczek-Platz (M: Ein Frankfurter der nach Berlin auszog, um mit seiner Straßenkunst das Stadtbild positiv zu ergänzen. Er illustriert in der FAZ und stellt vielfach seine Werke aus).

Bild 3: Invader (Paris, FR), Alte Wallgasse (M: 1998 begann Invader in Paris mit dem Anbringen der pixeligen Kachelmosaike, die Charaktere aus dem 1980er-Jahre-Computerspiel Space Invaders darstellen. Anlässlich einer Ausstellung in Köln, hinterließ er hier 28 Mosaikbilder).

Bild 4: unbekannt, Maastrichter Straße

Bild 5: Decycle (DE, Düsseldorf), Ausstellung Street Art Cologne bei Die Kunstagentin (M: Seine Paste-Ups prangern auf subtile Art soziale Missstände an, provokant, ironisch. Sein Name ist Programm, es geht ihm darum, Teufelskreisläufe zu durchbrechen und nach neuen Wegen zu suchen).

Bild 6: Herakut (Frankfurt, DE), Venloer Straße / BÜZE Park („Ohne dich würde ich mich nicht trauen.“ M: Für das Künstlerduo Hera (Jasmin Saddiqui) und Akut (Falk Lehmann) hat künstlerisches Schaffen nur dort einen Sinn, wo Kunst rar und mehr ist als Dekoration. Sie verstehen ihre Arbeiten als direkten Umgang mit der Realität. Ich finde Ihre Kunstwerke unglaublich eindrucksvoll, sehr stark in ihrer Wirkung. Aktuell sind Werke von ihnen in der Galerie Ruttkowski;68 ausgestellt).

Bild 7: Hendrik ECB Beikirch (Koblenz, DE), Dasselstraße (M: In den 80er Jahren hinterließ er mit der Sprühdose in der Hand Spuren auf Zügen. Danach widmete er sich der legalen Kunst und tauschte Metall gegen Leinwand und Fassaden ein. Er ist bekannt für überdimensionale fotografische Close-up’s, die mit ihrer Größe, Ausdrucksstärke beeindrucken und Lebensgeschichten zeigen. In Köln finden sich weitere Murals von ihm im Hinterhof in der Bismarckstraße und aktuell an dem Ausstellungsgebäude des Photography Playground.)

Bild 8: TONA (Hamburg, DE), Parkgürtel (M: 1999 begann er mit Graffiti, seit 2002 arbeitet er mit Stencils, mit Silkscreen und Linocut seit 2008. In vielen europäischen Städten hinterließ er Paste-ups, meist sind es Darstellungen von indischen Kindern).Bild 9: Maya Hayuk (New York, USA), Ausstellung bei Die Kunstagentin (M: Maya Hayuk lebt in Brooklyn, NY und zählt zu den erfolgreichsten Street Art Künstlerinnen. Geometrie, Farbe und Folklore sind Hauptmerkmale ihrer Arbeiten, beeinflusst von der ukrainischen Handwerkskunst ihrer Oma, als Teil der Punk-Szene in ihrer Jugend, als geborene Künstlerin. Ich mag die Farbkraft ihrer Bilder, die Herangehensweise dem Ort entsprechend zu arbeiten und ihre Aussage, dass Kunst mehr soziale Aktivität als Dekoration bedeutet. In Köln ist von ihr ein Mural an dem Parkhaus in der Lungengasse, Nähe Neumarkt).

 

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