Zum Kaffee bei… Rachel – Homestory

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Es gibt endlich eine neue Homestory. Über diese Homestory freue mich mich wirklich sehr, denn ich durfte Fotos von dem wunderschönen Zuhause meiner lieben Freundin Rachel machen.

Eigentlich war diese Homestory schon viel früher geplant, aber erst kam Corona dazwischen und dann die schlimmen Ausschreitungen in den USA. Da Rachel gebürtige Amerikanerin ist, fühlt sie sich besonders betroffen und hat mich gebeten, ein Statement von ihr dazu in ihrer Muttersprache hin zuzufügen. Das mache ich sehr gerne:

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“Sophie, if you don’t mind, I’d like to add something in English because it has to be from me and it has to be just right. Thank you for postponing this home story a few weeks as a small sign of solidarity with the protesters in the USA and around the world. Our attention needed to be focused on the images, voices and pain of Black Americans. Black lives have not been valued as highly as white lives in the USA and that was and is unacceptable. Regardless of when you view this home story, I hope this text serves as a reminder that the focus should remain on achieving equality because Black Lives Matter.” 

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Ich kenne Rachel schon seit 20 Jahren (OMG!), da gab es noch keine Kinder und Ehemänner… statt dessen viel Party! Statt Party gibt es heute ein richtig schönes Kaffee Date.

Rachel wohnt mit ihrer Familie hier in Köln in einem wunderschönen Haus von 1914 und ich freue mich sehr, dass ich euch ein paar Ecken zeigen darf!

Liebe Rachel, vielen Dank für die Einladung zum Kaffee (es gab Kaffee mit Milch und Kuchen, den ich mitgebracht habe :-) Hat beides sehr gut geschmeckt!

Wie und wann trinkst Du Deinen Kaffee am liebsten? 

Gerne, Sophie! Ich habe mich seit Monaten auf Deinen Homestory Besuch gefreut. Ich trinke am liebsten nachmittags einen starken Kaffee mit wenig Milch und ein Stück Schokolade dazu. Dann bin ich in der Regel auch mit meiner Arbeit fertig und fange an, mich um Familie, Haus und Hund zu kümmern. Der Kaffee am Nachmittag ist wie eine Abschussrampe für die zweite Hälfte des Tages.

Seit wann wohnst Du hier und mit wem?

Ich wohne seit November 2007 hier mit meinem Mann und unseren zwei Kindern, die in den Jahren 2008 und 2010 geboren wurden.
(Und Costa, der Hund – Anmerkung von mir :-)

Was ist das Besondere an Eurem Haus?

Das Haus wurde im Jahr 1914 gebaut und steht unter Denkmalschutz. Gerade wegen meiner amerikanischen Herkunft schätze ich die Geschichte und Lebensspuren des Hauses und unserer Nachbarschaft. Natürlich gefällt mir einfach der Stil des Hauses besonders. Schön ist auch, dass es einen Steinwurf von der Innenstadt entfernt ist, und gleichzeitig fast ein dörfliches Gefühl herrscht.

Wie würdest Du Deinen Stil beschreiben?

Ich würde ein neues Genre erfinden und unseren Stil als “Easy/Elegant” beschreiben. Ich habe gerne Kunst, ruhige Farben und schöne, funktionale Möbel um mich herum – ich habe diese Elemente allerdings oft durcheinander gekauft und gemischt. Wir hatten wirklich tolle Sachen, aber nicht unbedingt das Gefühl, dass es insgesamt stimmig war. Zum Glück hat uns Christiane Schilling Architektur & Interior dabei sehr unterstützt. Wir haben unsere Möbel umgeräumt, haben einige neue Stücke dazu geholt und sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

Circus Pouf hellblau – Normann Copenhagen

Candy Polstermöbel 3C-Gruppe Modell: Uptown

Wo holst Du Dir Inspiration zum Einrichten?

Erfreulicherweise habe ich sehr talentierte Freundinnen, die unendlich viel Inspiration liefern. Wenn ich bei jemanden zu Besuch bin und mich dort wohl fühle, bekommen sie von mir gleich die Warnung, dass ich gerne Ideen klaue…

Tisch: Lato by Luca Nichetto, Stehlampe: Flos IC F1, Stuhl: Carl Hansen Faaborg chair

Es ist viel Kunst in Eurem Haus, woher kommt das Interesse?

Ob im Museum oder zu Hause, Kunst war für mich von Anfang an omnipräsent. Mein Mann und ich versuchen, eine Sammlung zusammenzustellen, die ästhetisch, international und zeitlos ist, Bedeutung hat und auch ein bisschen zum Nachdenken anregt. Zum Beispiel eines meiner Lieblingswerke “Donuts” von dem amerikanischen Pop Künstler Tom Pfannerstill hängt in unserer Küche. Die Donuts sind aus Gips, aber sehr realistisch gemacht. Die sind ein echter Hingucker und wir werden oft gefragt, ob sie echt sind. Ich kriege einfach gute Laune, wenn ich sie sehe, aber eigentlich ist die Botschaft des Künstlers eher die Vulgarität des Konsums.

“Donuts” Tom Pfannerstill
Holzstuhl Thonet 118

Ein weiteres Lieblingswerk haben wir vor ein paar Jahren entdeckt und es hängt auf eine Stelle, wo man es von vielen Standpunkten aus betrachten kann. Der irakische Künstler Halim Al-Karim wurde von einer Gruppe Frauen in der Wüste am Leben gehalten, als er vor der Wehrpflicht Saddam Hussiens geflüchtet ist. Diesen und allen Frauen zollt er mit den Werken dieser Reihe Respekt. Ich liebe es, das Werk von verschiedenen Abständen zu betrachten, weil man es durch den wachsigen Schleiereffekt unterschiedlich scharf sehen kann. Ich hätte gerne mehr von seinen Werken.

Oda Stehleuchte – Pulpo

Was ist das für ein Gemälde über dem Sideboard? 

Das ist die “Innenansicht des Kölner Doms” 1866  von dem deutschen Künstler Andreas Ludwig Tacke.
(Wenn das Haus brennen würde und meine Familie sicher wäre, würde ich das Werk als erstes retten.)

Das Werk haben wir bei einer Auktion ersteigert. Es war ziemlich heruntergekommen und wir haben die oberste Malschicht reinigen und den Rahmen restaurieren lassen. Ich bleibe manchmal davor stehen und frage mich, wie Tacke es geschafft hat, das Kirchenfensterglas zu so malen, dass es von hinten beleuchtet zu sein scheint.

“Innenansicht des Kölner Doms” 1866  – Andreas Ludwig Tacke

Und was sind das für spitze Teile auf dem Tisch?

Cool, dass Du die bemerkt hast! Das ist ein selbst gemachtes Einweihungsgeschenk von meiner Schwägerin – ein Memory Spiel. Man nimmt z.B. verschiedenen Süssigkeiten, jeweils zwei von jeder Sorte, und versteckt sie unter den spitzen Kegeln. Wer zwei gleiche aufdeckt, darf sie essen.

Welches ist Dein Lieblingszimmer und warum?

Ich sitze da nicht sehr oft, aber ich liebe die Ecke im Esszimmer mit den weißen Gervasoni Ghost Sofas. Von dort aus kann man entweder rechts zum Garten oder links durch das Ess- und Wohnzimmer schauen. Der Bereich ist nicht abgetrennt, hat aber ein gemütliches Gefühl, wie ein kleiner Raum für sich.

Stühle: Carl Hansen – CH24 Wishbone Chair
Gervasoni Ghost Sofa

Oft sind wir auch in Gerrits Büro, das gleichzeitig Musikraum und Bibliothek ist. Ich schau da oft beim Vorbeigehen rein, weil mir die Kombination aus Büchern, dem Teppich und Ledersessel gefallen.

Großes und kleines Bild von der Kölner Künstlerin Tina Schwarz

Gibt es etwas was Du sammelst?

Ich sammele gerne Kunstkataloge. Manche sind richtig schwere, bunte Brocken. (Ich schaue gerade mein Bücherregal an und merke, dass Picasso unterrepräsentiert ist…das muss ich ändern.)

Gibt es ein Möbelstück an dem Du besonders hängst, wenn ja, warum?

Ein neues Stück, das ich besonders schön finde, ist das Sofa Mayor von &tradition. Es verkörpert für mich genau diesen “Easy/Elegant” Stil und ist ein beruhigendes Element mit dem sanften Minze-Farbton im Schlafzimmer. Das ist das erste Möbelstück, was ich morgens sehe.

Sofa major aj5 von &tradition

Verbringt ihr viel Zeit im Garten? Und wer kümmert sich um den Garten?

Ja wir sind täglich im Garten – die Kinder am meisten. Mein Mann kümmert sich um den Rasen und hat Spaß daran den Garten schön zu machen. Am Ende des Sommers ernten wir die “Augustapfel” vom Baum. Ich mache sonst keine Gartenarbeit, aber ich könnte mir vorstellen irgendwann ein kleines Gemüsebeet zu haben.

 

Costa ♥️

Was darf Deiner Meinung nach in keiner Wohnung/Haus fehlen?

Licht. Wenn das Licht nicht stimmt, stimmt das ganze Feeling im Haus nicht. Für mich ist die schwierigste Aufgabe, Lampen auszusuchen. Wir arbeiten immer noch an dem perfekten Lichtkonzept.

Dein Motto 

Das ist das erste Mal, das ich nach meinem Motto gefragt wurde!

Listen. You may learn something new.

(Love your motto –  Anmerkung von mir :-)

Cassina Les Grand Trans-Parents Spiegel 

Liebe Rachel, ich danke Dir für Deine Kaffee Einladung und die tollen Einblicke.

I am so happy to have you as my friend, I love you very much xxx

In diesem Sinne,

lasst euch inspirieren!

Eure

Lust auf mehr? Hier geht es zu den vorherigen Homestories!

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5 comments

  1. Liebe Sophie,
    deine Freundin hat ein UNFASSBAR tolles Zuhause geschaffen. Ich fühle mich nur beim
    Hinsehen heimisch.
    Eine wunderbare Story, tolle Bilder von einem schönen Zuhause!
    Bin ganz verliebt! Liebe Grüße Miri

    1. Hallo liebe Miri, das freut mich sehr, dass es Dir gefällt! Es ist auch einfach so schön, mit viel Liebe zum Detail :-) Und das mitten in Köln!
      Liebe Grüße Sophie

  2. Liebe Sophia,

    ich bin begeistert von dem wunderschönen Zuhause. Besonders gefäält mir die Küche und diese “Wow” Treppe. Draußen ein Traum.
    Da würde sich viele wohlfühlen. Danke für diese schönen Bilder.

    Liebe Grüße

    Laura T.

    1. Hallo liebe Laura, ja die Treppe ist wirklich wow! Und die Bewohner auch ;-))
      Danke für Deine lieben Worte, ich freue mich sehr!
      Sonnige Grüße Sophie